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27 | 03 | 2017
Knete PDF Drucken E-Mail

Wo kommt bloß die Knete her?

Frage ist:

Wenn der TuS-Hermannsburg so viele Flüchtlinge – um die zwanzig sollen es inzwischen sein – unterstützt, geht das alles von meinem TuS-Beitrag ab? Bekommen da andere umsonst und ohne einen Handschlag zu tun, was ich mir mühsam vom Munde abspare?

Fakt ist:

Kein Cent der TuS-Beiträge wird für Flüchtlinge verwendet. Da haben wir ein ganz anderes Finanzierungsinstrument: Beitragssponsoring! Sponsoren und Einzelspender zahlen schon seit Längerem Beiträge für finanziell Minderbemittelte. Dieses Instrument haben wir auf die ca. zwanzig Flüchtlinge ausgeweitet und sie als ordentliche Mitglieder in den TuS aufgenommen. Ihr jährlicher TuS-Beitrag wird durch Spenden- und Sponsorengelder gesichert.

Frage ist:

Gäbe es nicht auch eine billigere Lösung? Man hört, dass der Landessportbund Möglichkeiten der Teilnahme ohne Mitgliedsbeiträge schafft?

Fakt ist:

Richtig: Es gibt eine Möglichkeit, Flüchtlinge einfach nur „mitlaufen“ zu lassen. Sie haben dann Versicherungsschutz über den Landessportbund. Der TuS-Hermannsburg will aber keine Zweiklassengesellschaft. Wir integrieren die Flüchtlinge als voll- und gleichwertige Mitglieder. Deswegen können sie auch an öffentlichen Sportveranstaltungen als Teilnehmer starten. Den Erfolg sehen wir schon jetzt bei den Läufern!

Frage ist:

Könnten auch andere am Beitragssponsoring teilhaben?

Fakt ist:

Sobald jemand Lust auf Bewegung und Sport hat, das im Rahmen des TuS tun will und die nötigen Finanzmittel nicht aufbringen kann, greift das Beitragssponsoring. Ein kleiner Kreis prüft solche Anträge vertraulich und entscheidet über die Förderung. Näheres über die Geschäftsstelle des TuS: Hans-Peter Stüber, Schlesierweg 13, 29320 Hermannsburg, 05052/3872.

Frage ist:

Was passiert, wenn zu viele durch Beitragssponsoring gefördert werden wollen?

Fakt ist:

Wir sind dankbar für Spender, die einen ganzen Jahresbeitrag auf den Tisch legen, damit wir sozial Schwache und Flüchtlinge aufnehmen können. Wir freuen uns auch über Sponsoren wie zum Beispiel jetzt den Lionsclub Hermannsburg-Bergen, der auf dem Wein- und Kartoffelmarkt seine Losaktion im Edekamarkt dem TuS und dem „Runden Tisch Migration“ zukommen lässt.

Doch hoffen wir auf weitere Spender für das Beitragssponsoring. Großartig wäre es, wenn finanziell gut Versorgte beispielsweise für einen Jahresbeitrag gerade stehen könnten – also 96 € im Jahr. Aber jede Form von Hilfe ist uns willkommen!

Frage ist:

Muss sich ein Sportverein wie der TuS um Flüchtlinge kümmern? Gibt es nicht die Gemeinde Südheide, die Verantwortung übernimmt und den „Runden Tisch Migration“?

Fakt ist:

Leben ist Bewegung. Jeder Mensch braucht Bewegung. Und für Bewegung sind wir im TuS Experten. Wenn ausgewachsene Männer – in der Mehrzahl bisher – die Chance bekommen, sich zu bewegen, kommt das nicht nur ihnen, sondern am Ende uns allen zugute!

Und jeder Mensch braucht ein Netz von Beziehungen. Wenn Menschen, die Heimat und Arbeit und vertraute Sprache verloren haben, beim Sport Kontakte finden, Sprache lernen und sich ausleben können, dann leisten wir als TuS-Hermannsburg unseren – zugegebenermaßen kleinen – Beitrag, dass die Integration von Fremden in notvoller Zeit gelingen kann.

 

Hermannsburg, den 09. 09. 2015

Georg Gremels  /  1. Vorsitzender des TuS-Hermannsburg

 
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